Das kleine Festival ABC
Noch nie auf einem Open Air gewesen? Alles wieder vergessen? Nie was gemerkt? Das kleine Festival-ABC gibt Orientierungshilfen auf dem Weg durch Feld, Wald und Wiese. Denn die allerschicksten Top-Acts nutzen fern der Zivilisation wenig bis überhaupt nichts, wenn der Magen knurrt, weil man nicht genug Bier intus hat, und man an Mundtrockenheit leidet, weil man den Campingkocher für die Ravioli vergessen hat. Außerdem wichtig: was Xenophobie bedeutet.
A wie Anreise Erster Höhepunkt. Was wäre ein Festival ohne die Spontan-Party am Stauende?
B wie Beginn Das, was du vom Konzert verpasst hast. Weil du a) zu spät losgefahren bist und b) an einer Spontan-Party (siehe „Anreise“) teilgenommen hast.
C wie Campingkocher Falscher Freund im Festivalalltag. Steigt während der zweiten Dose Ravioli (erst lauwarm) aus oder explodiert schon vorher.
D wie Dixi Lauschige kleine Kunststoff-Toilettenhäuschen. Hier gilt dasselbe wie beim Freeclimbing: Niemals nach unten schauen!
E wie Erbrechen Reziproke Verdauung. Ursachen: nach unten schauen (→ „Dixi“), überschrittenes Verfallsdatum (→ „Ravioli“), Naidoo-Auftritte (→ „Joint“, → „Yoga“).
F wie Flyer Flugblätter, die, kaum angekommen, für noch viel, viel mehr Festivals werben. Her damit, der → Wahnsinn muss weitergehen!
G wie Gitarre Akustische Umweltverschmutzung. Auch wenn „House Of The Rising Sun“ sitzt: zu Hause lassen. Grölende Hosen-Fans sind genug.
H wie Hunger Kommt vor. Einfach mal was essen.
I wie Iltis Auch: Stinkmarder. Körpergeruch ähnelt dem heimkehrender Festivalbesucher. Kann während der Jagdsaison zu tragischen Verwechslungen führen.
J wie Joints Würzige Selbstgedrehte. Wirken wie → Yoga. Sorgen bei Dauerregen, Wintereinbruch oder Naidoo-Auftritten für angenehme Gleichgültigkeit.
K wie Körperpflege Schwamm drüber.
L wie Liebeskummer Emotionaler Dauerzustand auf Festivals. Der süße Zeltna
Switched hat Leibniz für die HP 1x doll geknuddelt!
(Eintrag erfolgt am 18. Mai 2010 - 19:43:17 Uhr)
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