zum

Chat

| zufällige HP |




ninoiproks' HP

...wurde schon 35x geknuddelt! | mein Gästebuch 

willkommen auf meiner hp zum thema WINTER



Der Schneemann


Vorm Hause steht ein Schneemann,
der auf die Straße schaut.
Susanne und Mathias -
die haben ihn gebaut.

Der dicke runde Schneemann
hat einen Kugelkopf,
drauf sitzt als seine Mütze
der alte Blumentopf.

Zwei Augen, schwarz wie Kohle,
und eine rote Nas',
im Arm den Reisigbesen:
Das ist der schönste Spaß.

Denn vor dem Schneemann fürchten
bestimmt sich Hund und Katz,
doch nicht die kleinen Meisen
und nicht der flinke Spatz.

Und fürchten sich die Kinder,
wenn er so finster schaut?
Die fürchten sich gewiß nicht,
sie hab'n ihn ja gebaut.

Günther Deicke





Ausfahrt


Schlitten vorm Haus,
steig ein, kleine Maus,
zwei Kätzchen davor,
so geht's durch das Tor,
zwei Kätzchen dahinter,
so geht's durch den Winter.

Hinein ins Feld,
wie weiß ist die Welt,
auf einmal, o weh,
kleine Maus liegt im Schnee,
kleine Maus liegt im Graben,
wer will sie haben?

Schlitten vorm Haus,
wo blieb kleine Maus?
Die Kätzchen, miau,
die wissen's genau:
Hat nicht still gesessen,
da haben wir sie gefressen.

Gustav Falke








Der Bratapfel


Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt!
Bald wird aufgetischt
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller!
Holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel.

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

Fritz und Emilie Kögel








Der erste Schnee


Ans Fenster kommt und seht,
was heute vor sich geht:
Es kommt vom grauen Himmel
in dämmerndem Gewimmel
der erste Schnee herab.
Die Flocken, auf und ab
wie Schmetterlinge fliegen sie,
wie weiße Blätter wiegen sie
in leichten Lüften sich ...
Hurra! Wie freu ich mich!
Nun laßt uns gleich mal sehen,
wo unsere Schlitten stehen,
der große und der kleine,
der meine und der deine!
Mariechen, zieh den Mantel an!
Da draußen gibt es Schlittenbahn.

Heinrich Seidel








Der Winter


Die Pelzkappe voll mit schneeigen Tupfer
behäng ich die Bäume mit hellem Kristall.
Ich bringe die Weihnacht und bringe den Schnupfen,
Sylvester und Halsweh und Karneval.
Ich komme mit Schlitten aus Nord und Nord-Ost.
Gestatten Sie: Winter. Mit Vornamen: Frost.

Mascha Kaleko









Eislauf


Heute, Kinder, wolln wirs wagen!
Heute wird das Eis wohl tragen,
Darum los, wer laufen kann!
Mütze auf und Schlittschuh an!

Ach, so wohlig sich zu wiegen,
Schwalben gleich dahin zu fliegen,
Auf und ab im Sonnenstrahl,
Blank das Eis und blank der Stahl!

Müllers Max und Schneiders Fritze
Mit der braunen Pudelmütze,
Wie sie schwenken und sich drehn!
Habt ihr so was schon gesehn?

Hoch das Bein und kühn im Bogen
Kommen sie herangeflogen,
Eins - zwei - drei und wie der Blitz -
Bums! Da liegt der Schneider Fritz!

Adolf Holst









Draußen schneit es still und weiß


Draußen schneit es still und weiß,
an Dach und Bäumen hängt das Eis.
Von fern ein Schlittenglöckchen klingt,
ein Silberstern durchs Fenster blinkt.
Im Ofen helles Feuer knackt,
die Mutter steht am Herd und backt.

Verfasser unbekannt







Schneemann Dicki Hinkebein


Schneemann Dicki Hinkebein,
der liebt keinen Sonnenschein,
der hat lieber Eis und Schnee,
der friert nie an einem Zeh.



Alfred Könner







Nüsseknacken


Holler, boller, Rumpelsack,
Niklas trug sie huckepack,
Weihnachtsnüsse, gelb und braun,
runzlig, punzlig anzuschaun.

Knackt die Schale, springt der Kern,
Weihnachtsnüsse ess' ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus,
alter, guter Nikolaus!

Albert Sergel






Wenn es Winter wird


Der See hat eine Haut bekommen,
so daß man fast drauf gehen kann,
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.

Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
und titscher - titscher - titscher - dirr...
Heißa, du lustiger Kieselstein!

Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut grad wie ein Schwälblein fliegen.
Doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Essen.
Doch so sehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.

Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eignen Sohlen
hinausgehen können und den Stein wieder holen.

Christian Morgenstern








Will sehen, was ich weiß vom Büblein auf dem Eis


Gefroren hat es heuer
noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
und spricht so zu sich leis:
„Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muß doch tragen."
Wer weiß?

Das Büblein stampft und hacket
mit seinen Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
und krach, schon bricht's hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt,
als wie ein Krebs, und zappelt
mit Arm und Bein.

„0 helft, ich muß versinken
in lauter Eis und Schnee,
o helft, ich muß ertrinken
im tiefen, tiefen See.
"Wär nicht ein Mann gekommen,
der sich ein Herz genommen,
o weh!

Der packt es bei dem Schopfe
und zieht es dann heraus,
vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
der Vater hat geklopfet
es aus,
zu Haus.

Friedrich Güll







Neuschnee

Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen
mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,
einen ersten schmalen Pfad zu schrägen
durch des Schneefelds jungfräuliche Flur
Kindisch ist und köstlich solch Beginnen
wenn der Wald dir um die Stirne rauscht
oder mit bestrahlten Gletscherzinnen
deine Seele leuchtende Grüße tauscht.

Christian Morgenstern (1871-1914)






Alles still!

Alles still! Es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.
Alles still! Vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
Und kein Bächlein summt vorbei.
Alles still! Die Dorfeshütten
Sind wie Gräber anzusehn,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.
Alles still! Nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht -
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht.

(Theodor Fontane)







Für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich ihr Autor verantwortlich.

Homepage bearbeiten Zufällige HP Knuddels.com